Pollenallergien

Datum: 07/04/2020 16:02

Kategorien : abilis

Welches sind die Symptome einer Pollenallergie?
Fliessschnupfen, Niesen, rote und tränende Augen und Atembeschwerden: Die Symptome der Pollenallergie – allgemein auch als Heuschnupfen bekannt – sind vielfältig und von Person zu Person unterschiedlich. Bei Menschen mit Asthma kann sie zu einer Verschlechterung ihres Zustands führen. Ihre Abilis-Partnerapotheke wird Ihnen aufgrund Ihrer Beschwerden die Medikamente empfehlen, die für Sie am besten geeignet sind.

Bei stärkeren Symptomen wie Kopfschmerzen, gelbliches Nasensekret oder Sehstörungen ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, da diese zu anderen ernsthafteren Erkrankungen wie z.B. einer Stirn- oder Nasennebenhöhlenentzündung führen oder daraus hervorgehen könnten.

Anhand des Zeitraums, in dem die Symptome auftreten, lässt sich im Allgemeinen feststellen, auf welche Pollen die betroffene Person reagiert. Längere Pollenflugzeiten im Zusammenhang mit der Klimaerwärmung können jedoch zu nahezu anhaltenden Symptomen (ganzjährige Rhinitis) führen, bei denen eine genauere Abklärung empfohlen wird.

Wie wird eine Pollenallergie behandelt?
Ihre Abilis-Partnerapotheke ist am besten in der Lage, Ihnen bei Pollenallergie oder Heuschnupfen die wirksamste Behandlung bereitzustellen, unter Berücksichtigung Ihrer allfälligen anderen laufenden Behandlungen. An Tagen mit besonders starkem Pollenflug, können Sie stärkeren allergischen Reaktionen vorbeugen, indem Sie wann immer möglich bei geschlossenen Fenstern in der Wohnung bleiben und vor allem nachts lüften. Durch das Tragen einer Sonnenbrille können die Augen teilweise vor Pollen geschützt werden. Im Auto können Pollenfilter montiert werden.

Besonders empfindliche Personen können bereits vor Beginn der Saison eine präventive Behandlung mit Antihistaminika durchlaufen. Dabei können jedoch Nebenwirkungen auftreten, insbesondere starke Müdigkeit, wodurch sich das Führen eines Fahrzeugs oder das Arbeiten an Maschinen als gefährlich erweisen kann. Manche Arzneimittel, insbesondere Kortisonpräparate, sind rezeptpflichtig, daher muss vor der Einnahme ein Arzt aufgesucht werden. Bei Asthma kann die Inhalation von kortisonhaltigen Sprays die Bronchien erweitern und bei allfälligen akuten Anfällen Linderung bringen.
Bei weniger starken allergischen Reaktionen können bestimmte Augentropfen und Nasensprays, die Beschwerden der betroffenen Person mildern. Es gibt auch komplementärmedizinische Methoden (Vitamine, Akupunktur, Homöopathie, Phytotherapie, traditionelle chinesische Medizin TCM), welche die Symptome einer Pollenallergie verringern und mit der klassischen Medizin kombiniert werden können.

Kann eine Desensibilisierung in Betracht gezogen werden?
Eine Desensibilisierung (spezifische Immuntherapie, Hyposensibilisierung) kann in Absprache mit einem Allergologen in Erwägung gezogen werden. Dieser stellt vor allem sicher, dass die Beschwerden tatsächlich durch eine Allergie verursacht werden. Mit Hauttests können innerhalb weniger Minuten die wichtigsten Ursachen einer Pollenallergie identifiziert werden. Die wirksamste Form der Desensibilisierung besteht darin, eine therapeutische Lösung mit einer Schritt für Schritt erhöhten Konzentration unter die Haut zu spritzen, damit das Immunsystem lernt, bei Kontakt mit dem betreffenden Allergen nicht mehr übermässig zu reagieren.
Bei Patienten, bei denen eine Behandlung mit Spritzen nicht möglich ist (z.B. bei Kindern), kann auch eine sublinguale Immuntherapie (Tropfen und Tabletten) durchgeführt werden, diese ist jedoch noch nicht für alle Allergene verfügbar. Der Desensibilisierungsprozess ist langwierig. Die Behandlung muss in regelmässigen Abständen wiederholt werden und kann drei bis fünf Jahre dauern.

Ist eine Desensibilisierung bei allen möglich?
Eine allergene Immuntherapie ist nicht immer möglich und sollte in bestimmten Fällen sorgfältig erwägt werden, insbesondere bei:

  • schwerem oder schlecht kontrolliertem Asthma
  • Krebs
  • Herz- oder Lungenerkrankung
  • unbehandeltem Bluthochdruck
  • Einnahme bestimmter Medikamente
  • ernsten Autoimmunkrankheiten oder unbehandelten Immundefekten
  • mangelnder Mitarbeit des Patienten (ungenügende Achtsamkeit)

In der Schweiz ist die allergene Immuntherapie bei Kindern erst ab 5 Jahren erlaubt. Bei schwangeren Frauen wird bis nach der Geburt des Kindes gewartet, bevor mit einer allergenen Immuntherapie begonnen wird.

Was sind Gräserpollen?
Gräser sind Pflanzen, die in Feldern, auf Wiesen oder Rasen zu finden sind. In der Schweiz gibt es mehr als 200 Arten, und ihre Pollen, die fast alle Allergien auslösen können, sind schwer voneinander zu unterscheiden. Durch ihre weite Verbreitung, die grosse Menge abgegebener Pollen und die lange Blütezeit zählen sie zu den wichtigsten allergieauslösenden Pollen unseres Landes. Fast ein Viertel der Bevölkerung reagiert darauf. Sie blühen je nach Region im Wesentlichen zwischen Mitte April und August, am intensivsten von Mitte Mai bis Juli. Einige Bäume und Kräuter (die «Unkräuter») geben auch allergieauslösende Pollen ab.

Wie sieht der Pollenallergie-Kalender aus?
In der Schweiz können die ersten Pollen schon im Februar fliegen, wenn die Haseln und Erlen blühen, und die Pollenflugzeit dauert bis September an. MeteoSchweiz veröffentlicht jedes Jahr auf ihrer Website eine Pollenprognose, gestützt auf die Wetterbedingungen und ihre Auswirkungen auf die Pollenflugzeit. Diese Prognose ist von Region zu Region unterschiedlich. Von dieser Website kann auch die Broschüre «Regionaler Pollenkalender» heruntergeladen werden, in der die durchschnittlichen jährlichen Daten aus den einzelnen Regionen der Schweiz präsentiert werden. Die Broschüre ist ein wertvolles Hilfsmittel bei der Diagnose und Prävention von Pollenallergien.

Steigende Temperaturen aufgrund des Klimawandels dürften dazu führen, dass die Pollenflugzeit früher beginnt oder gar nicht mehr aufhört und bei bestimmten Pollenarten viel intensiver ausfällt.
www.meteoschweiz.admin.ch/home/klima/klima-der-schweiz/polleninformationen.html

Das Allergiezentrum Schweiz veröffentlicht täglich Informationen zu den Pollenprognosen für die verschiedenen Regionen der Schweiz. Auf der Website finden Sie auch detaillierte Informationen zu den allergenen Pflanzen und ihren Allergiestufen sowie zu Luftschadstoffen und Mikropartikel, welche die allergischen Symptome noch verschlimmern könnten.
Die «Pollen-News» App, die im iTunes Store und im Google Play Store erhältlich ist, stellt Ihnen ausserdem eine Menge nützliche Informationen und Hinweise zur Prävention und Behandlung von allergischen Reaktionen zur Verfügung.
https://www.pollenundallergie.ch/infos-zu-pollen-und-allergien/polleninformationen/pollenprognose/?oid=1828&lang=de

Ihre Abilis-Partnerapotheke steht Ihnen mit wertvollen Ratschlägen zur Seite und berücksichtigt dabei die Region, in der Sie leben, die Jahreszeit, in der die Symptome auftreten, aber auch Ihre persönliche Situation und mögliche Behandlungen, die Sie bereits erhalten.

Welche allergieauslösenden Pollen kommen in der Schweiz am häufigsten vor?
Das hängt stark von der Region und der Jahreszeit ab. Im Allgemeinen zählen jedoch folgende Bäume und Pflanzen zu den wichtigsten Auslösern einer Pollenallergie:

  • Hasel
  • Erle
  • Esche
  • Birke
  • Eiche
  • Gräser
  • Kastanie
  • Beifuss
  • Ambrosia

Kann eine Pollenallergie zu Müdigkeit führen?
Die Pollenallergie aktiviert das Immunsystem. Dieses reagiert auf die Eiweisse der Pollen, und schüttet Antikörper aus, um die Substanzen anzugreifen, die eigentlich harmlos sind. Diese übermässige Reaktion des Immunsystems (Hyperaktivität) kann zu Müdigkeit, in manchen Fällen sogar zu starker Müdigkeit führen, dies ist jedoch von Person zu Person unterschiedlich. Da die Einnahme von Antihistaminika ebenfalls zu Müdigkeit, Schläfrigkeit und verminderter Konzentrationsfähigkeit führt, wird empfohlen, zu diesen Zeiten nicht zu fahren und nicht an Geräten oder Maschinen zu arbeiten, die eine Gefahr darstellen könnten.

Hinweis:
Die oben stehenden Angaben sind nicht erschöpfend und dienen nur zu Informationszwecken. Im Zweifelsfall oder bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Abilis-Partnerapotheke oder Ihren Arzt.

Quellen:
Allergiezentrum Schweiz
Weltgesundheitsorganisation WHO
Bundesamt für Gesundheit BAG
Swissmedic
Revue Médicale Suisse
MeteoSchweiz

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