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News

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Pollenallergien

Datum : 07/04/2020 16:02

Welches sind die Symptome einer Pollenallergie?
Fliessschnupfen, Niesen, rote und tränende Augen und Atembeschwerden: Die Symptome der Pollenallergie – allgemein auch als Heuschnupfen bekannt – sind vielfältig und von Person zu Person unterschiedlich. Bei Menschen mit Asthma kann sie zu einer Verschlechterung ihres Zustands führen. Ihre Abilis-Partnerapotheke wird Ihnen aufgrund Ihrer Beschwerden die Medikamente empfehlen, die für Sie am besten geeignet sind.

Bei stärkeren Symptomen wie Kopfschmerzen, gelbliches Nasensekret oder Sehstörungen ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, da diese zu anderen ernsthafteren Erkrankungen wie z.B. einer Stirn- oder Nasennebenhöhlenentzündung führen oder daraus hervorgehen könnten.

Anhand des Zeitraums, in dem die Symptome auftreten, lässt sich im Allgemeinen feststellen, auf welche Pollen die betroffene Person reagiert. Längere Pollenflugzeiten im Zusammenhang mit der Klimaerwärmung können jedoch zu nahezu anhaltenden Symptomen (ganzjährige Rhinitis) führen, bei denen eine genauere Abklärung empfohlen wird.

Wie wird eine Pollenallergie behandelt?
Ihre Abilis-Partnerapotheke ist am besten in der Lage, Ihnen bei Pollenallergie oder Heuschnupfen die wirksamste Behandlung bereitzustellen, unter Berücksichtigung Ihrer allfälligen anderen laufenden Behandlungen. An Tagen mit besonders starkem Pollenflug, können Sie stärkeren allergischen Reaktionen vorbeugen, indem Sie wann immer möglich bei geschlossenen Fenstern in der Wohnung bleiben und vor allem nachts lüften. Durch das Tragen einer Sonnenbrille können die Augen teilweise vor Pollen geschützt werden. Im Auto können Pollenfilter montiert werden.

Besonders empfindliche Personen können bereits vor Beginn der Saison eine präventive Behandlung mit Antihistaminika durchlaufen. Dabei können jedoch Nebenwirkungen auftreten, insbesondere starke Müdigkeit, wodurch sich das Führen eines Fahrzeugs oder das Arbeiten an Maschinen als gefährlich erweisen kann. Manche Arzneimittel, insbesondere Kortisonpräparate, sind rezeptpflichtig, daher muss vor der Einnahme ein Arzt aufgesucht werden. Bei Asthma kann die Inhalation von kortisonhaltigen Sprays die Bronchien erweitern und bei allfälligen akuten Anfällen Linderung bringen.
Bei weniger starken allergischen Reaktionen können bestimmte Augentropfen und Nasensprays, die Beschwerden der betroffenen Person mildern. Es gibt auch komplementärmedizinische Methoden (Vitamine, Akupunktur, Homöopathie, Phytotherapie, traditionelle chinesische Medizin TCM), welche die Symptome einer Pollenallergie verringern und mit der klassischen Medizin kombiniert werden können.

Kann eine Desensibilisierung in Betracht gezogen werden?
Eine Desensibilisierung (spezifische Immuntherapie, Hyposensibilisierung) kann in Absprache mit einem Allergologen in Erwägung gezogen werden. Dieser stellt vor allem sicher, dass die Beschwerden tatsächlich durch eine Allergie verursacht werden. Mit Hauttests können innerhalb weniger Minuten die wichtigsten Ursachen einer Pollenallergie identifiziert werden. Die wirksamste Form der Desensibilisierung besteht darin, eine therapeutische Lösung mit einer Schritt für Schritt erhöhten Konzentration unter die Haut zu spritzen, damit das Immunsystem lernt, bei Kontakt mit dem betreffenden Allergen nicht mehr übermässig zu reagieren.
Bei Patienten, bei denen eine Behandlung mit Spritzen nicht möglich ist (z.B. bei Kindern), kann auch eine sublinguale Immuntherapie (Tropfen und Tabletten) durchgeführt werden, diese ist jedoch noch nicht für alle Allergene verfügbar. Der Desensibilisierungsprozess ist langwierig. Die Behandlung muss in regelmässigen Abständen wiederholt werden und kann drei bis fünf Jahre dauern.

Ist eine Desensibilisierung bei allen möglich?
Eine allergene Immuntherapie ist nicht immer möglich und sollte in bestimmten Fällen sorgfältig erwägt werden, insbesondere bei:

  • schwerem oder schlecht kontrolliertem Asthma
  • Krebs
  • Herz- oder Lungenerkrankung
  • unbehandeltem Bluthochdruck
  • Einnahme bestimmter Medikamente
  • ernsten Autoimmunkrankheiten oder unbehandelten Immundefekten
  • mangelnder Mitarbeit des Patienten (ungenügende Achtsamkeit)

In der Schweiz ist die allergene Immuntherapie bei Kindern erst ab 5 Jahren erlaubt. Bei schwangeren Frauen wird bis nach der Geburt des Kindes gewartet, bevor mit einer allergenen Immuntherapie begonnen wird.

Was sind Gräserpollen?
Gräser sind Pflanzen, die in Feldern, auf Wiesen oder Rasen zu finden sind. In der Schweiz gibt es mehr als 200 Arten, und ihre Pollen, die fast alle Allergien auslösen können, sind schwer voneinander zu unterscheiden. Durch ihre weite Verbreitung, die grosse Menge abgegebener Pollen und die lange Blütezeit zählen sie zu den wichtigsten allergieauslösenden Pollen unseres Landes. Fast ein Viertel der Bevölkerung reagiert darauf. Sie blühen je nach Region im Wesentlichen zwischen Mitte April und August, am intensivsten von Mitte Mai bis Juli. Einige Bäume und Kräuter (die «Unkräuter») geben auch allergieauslösende Pollen ab.

Wie sieht der Pollenallergie-Kalender aus?
In der Schweiz können die ersten Pollen schon im Februar fliegen, wenn die Haseln und Erlen blühen, und die Pollenflugzeit dauert bis September an. MeteoSchweiz veröffentlicht jedes Jahr auf ihrer Website eine Pollenprognose, gestützt auf die Wetterbedingungen und ihre Auswirkungen auf die Pollenflugzeit. Diese Prognose ist von Region zu Region unterschiedlich. Von dieser Website kann auch die Broschüre «Regionaler Pollenkalender» heruntergeladen werden, in der die durchschnittlichen jährlichen Daten aus den einzelnen Regionen der Schweiz präsentiert werden. Die Broschüre ist ein wertvolles Hilfsmittel bei der Diagnose und Prävention von Pollenallergien.

Steigende Temperaturen aufgrund des Klimawandels dürften dazu führen, dass die Pollenflugzeit früher beginnt oder gar nicht mehr aufhört und bei bestimmten Pollenarten viel intensiver ausfällt.
www.meteoschweiz.admin.ch/home/klima/klima-der-schweiz/polleninformationen.html

Das Allergiezentrum Schweiz veröffentlicht täglich Informationen zu den Pollenprognosen für die verschiedenen Regionen der Schweiz. Auf der Website finden Sie auch detaillierte Informationen zu den allergenen Pflanzen und ihren Allergiestufen sowie zu Luftschadstoffen und Mikropartikel, welche die allergischen Symptome noch verschlimmern könnten.
Die «Pollen-News» App, die im iTunes Store und im Google Play Store erhältlich ist, stellt Ihnen ausserdem eine Menge nützliche Informationen und Hinweise zur Prävention und Behandlung von allergischen Reaktionen zur Verfügung.
https://www.pollenundallergie.ch/infos-zu-pollen-und-allergien/polleninformationen/pollenprognose/?oid=1828&lang=de

Ihre Abilis-Partnerapotheke steht Ihnen mit wertvollen Ratschlägen zur Seite und berücksichtigt dabei die Region, in der Sie leben, die Jahreszeit, in der die Symptome auftreten, aber auch Ihre persönliche Situation und mögliche Behandlungen, die Sie bereits erhalten.

Welche allergieauslösenden Pollen kommen in der Schweiz am häufigsten vor?
Das hängt stark von der Region und der Jahreszeit ab. Im Allgemeinen zählen jedoch folgende Bäume und Pflanzen zu den wichtigsten Auslösern einer Pollenallergie:

  • Hasel
  • Erle
  • Esche
  • Birke
  • Eiche
  • Gräser
  • Kastanie
  • Beifuss
  • Ambrosia

Kann eine Pollenallergie zu Müdigkeit führen?
Die Pollenallergie aktiviert das Immunsystem. Dieses reagiert auf die Eiweisse der Pollen, und schüttet Antikörper aus, um die Substanzen anzugreifen, die eigentlich harmlos sind. Diese übermässige Reaktion des Immunsystems (Hyperaktivität) kann zu Müdigkeit, in manchen Fällen sogar zu starker Müdigkeit führen, dies ist jedoch von Person zu Person unterschiedlich. Da die Einnahme von Antihistaminika ebenfalls zu Müdigkeit, Schläfrigkeit und verminderter Konzentrationsfähigkeit führt, wird empfohlen, zu diesen Zeiten nicht zu fahren und nicht an Geräten oder Maschinen zu arbeiten, die eine Gefahr darstellen könnten.

Hinweis:
Die oben stehenden Angaben sind nicht erschöpfend und dienen nur zu Informationszwecken. Im Zweifelsfall oder bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Abilis-Partnerapotheke oder Ihren Arzt.

Quellen:
Allergiezentrum Schweiz
Weltgesundheitsorganisation WHO
Bundesamt für Gesundheit BAG
Swissmedic
Revue Médicale Suisse
MeteoSchweiz

Alles rund um die Vitamine!

Datum : 06/03/2020 16:02

Was sind Vitamine?
Vitamine sind Mikronährstoffe, die dem Körper zwar keine Energie liefern, jedoch für lebenswichtige Funktionen unverzichtbar sind. Mit Ausnahme von Vitamin D, werden sie durch die Nahrung aufgenommen, da sie vom Körper selbst nicht in ausreichender Menge hergestellt werden. Eine vielseitige und ausgewogene Ernährung - vorzugsweise aus Frischprodukten - ist unerlässlich, um eine ausreichende Vitaminzufuhr zu garantieren. Es gibt im Ganzen 13 Vitamine:

  • Vitamin A (Retinol)
    Nur in tierischen Lebensmitteln vorhanden.
    Unterstützt: Sicht, Haut, Schleimhäute, Bronchien, Fortpflanzungsprozess, Wachstum, Zelldifferenzierung, Immunsystem
  • Vitamin B1 (Thiamin)
    In tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vorhanden.
    Unterstützt: Energie- und Kohlenhydratstoffwechsel, Nervensystem
  • Vitamin B2 (Riboflavin)
    In tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vorhanden.
    Unterstützt: Reaktionen des Kohlenhydrat-, Fett- und Proteinstoffwechsels, Energieproduktion
  • Vitamin B3 (PP oder Niacin)
    In tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vorhanden, kann vom Körper hergestellt werden.
    Unterstützt: für die Oxidation und Reduktion im Stoffwechsel der Kohlenhydrate, Fette und Aminosäuren verantwortlichen Enzyme, Energieproduktion
  • Vitamin B5 (Pantothensäure)
    In Lebensmitteln im Allgemeinen vorhanden, sehr weit verbreitet.
    Unterstützt: Energiestoffwechsel der Zellen, Auf- und Abbau von Kohlenhydraten, Eiweissen und Fetten, Synthese von Steroiden (Cholesterin und Gallensäuren)
  • Vitamin B6 (Pyridoxin)
    In tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vorhanden.
    Unterstützt: Aminosäurestoffwechsel, Bildung von Vorstufen der roten Blutkörperchen (Hämoglobin), Funktion des Nervensystems und der Immunabwehr
  • Vitamin B8 (H oder Biotin)
    In tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vorhanden.
    Unterstützt: Protein-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel
  • Vitamin B9 (Folsäure)
    In tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vorhanden.
    Unterstützt: RNA- und DNA-Synthese, Zellteilung, -differenzierung und -regeneration
  • Vitamin B12 (Cobalamin)
    In tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vorhanden.
    Unterstützt: Blutbildung, Zellteilung, Schleimhautregeneration, Gesundheit der Nervenzellen, Schutz vor Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Vitamin C (Ascorbinsäure)
    Nur in pflanzlichen Lebensmitteln vorhanden.
    Unterstützt: antioxidative Prozesse, Aufbau von Bindegewebe und Knochen, Immunsystem, Eisenaufnahme
  • Vitamin D (Calciferol)
    Wird unter Einwirkung der Sonne gebildet (UVB-Strahlen).
    Unterstützt: Calcium- und Phosphataufnahme im Darm sowie deren Einbau in die Knochen. Wichtig für die Gesundheit von Knochen und Zähnen. Bewegungsapparat, Muskeln.
  • Vitamin E (Tocopherol)
    In pflanzlichen (oder durch die Nahrungskette auch in tierischen) Lebensmitteln vorhanden.
    Unterstützt: antioxidative Prozesse, Schutz von Fetten im Blut und Zellmembranen
  • Vitamin K (Phyllochinon - K1 und Menachinon - K2)
    Vitamin K1 stammt aus pflanzlichen Lebensmitteln, Vitamin K2 aus Bakterien im Darmtrakt.
    Unterstützt: Blutgerinnung, Aufbau und Erhalt der Knochen

Dazu kommt noch Beta-Carotin, ein Vitamin, das im Körper zu Vitamin A umgewandelt werden kann und in nahezu allen Pflanzen vorhanden ist, besonders in grünem Gemüse (Spinat, Nüssler, Rosenkohl, Chinakohl) oder in gelben Früchten und Gemüse (Karotten, Kürbis, Aprikosen, Mangos). Unterstützt: antioxidative Prozesse, vermindert mit zunehmender Wahrscheinlichkeit das Risiko einer Lungen-, Speiseröhre- oder Magenkrebserkrankung

Woher kommen Vitamine?
Vitamine kommen in allen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln im natürlichen Zustand vor. Jedes Lebensmittel enthält ein charakteristisches Spektrum an Vitaminen, und eine vielseitige und ausgewogene Ernährung – vorzugsweise aus frischen Produkten – ist erforderlich, damit alle Vitamine aufgenommen werden können, die für die lebenswichtigen Funktionen des Körpers nötig sind. Vitamine können auch synthetisch hergestellt oder aus Mikroorganismen wie Bakterien gewonnen werden. Ob sie nun natürlich oder synthetisch sind, ihre chemische Struktur ist dieselbe und sie haben die gleiche Wirkung im Körper.
In den Industrieländern, in denen eine gesunde und ausgewogene Ernährung im Prinzip gewährleistet ist, ist der Vitaminbedarf durch die Ernährung ausreichend gedeckt. Dennoch empfiehlt sich die Einnahme zusätzlicher Vitamine, wenn bestimmte Mängel festgestellt werden oder vorhersehbar sind (Schwangerschaft), oder einfach um das Immunsystem zu stärken.

Was bringen Vitamine?
Vitamine spielen in allen Stoffwechselfunktionen des Körpers eine wesentliche Rolle. Dank ihnen kann sich der Körper entwickeln, am Leben erhalten, fortpflanzen und sich vor einer Vielzahl von äusseren Einwirkungen schützen. Ein Mangel an bestimmten Vitaminen kann zu schweren Stoffwechselstörungen, oder körperlichen und psychischen Problemen führen.

Kann die übermässige Einnahme von Vitaminen gefährlich sein?
Bei manchen Vitaminen kann ein Überschuss ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen. Es ist daher empfehlenswert, sich vor der Einnahme von Vitaminpräparaten mit seinem Apotheker zu beraten.
Bekannte negative Auswirkungen bei übermässiger Einnahme:

  • Vitamin A: Kopfschmerzen, Hautveränderungen, Gelbsucht, Zirrhose, schmerzhafte Knochenveränderungen, frühe Schliessung der Fontanelle bei Neugeborenen.
  • Vitamin B1: Keine negativen Auswirkungen bekannt.
  • Vitamin B2: Keine negativen Auswirkungen bekannt.
  • Vitamin B3: Erweiterung der Blutgefässe, Wärmegefühl, Entzündung der Magenschleimhaut, Leberschäden.
  • Vitamin B5: Keine negativen Auswirkungen bekannt.
  • Vitamin B6: Periphere neurologische Störungen.
  • Vitamin B8: Keine negativen Auswirkungen bekannt.
  • Vitamin B9: Keine negativen Auswirkungen bekannt bei bis zu 5mg/Tag.
  • Vitamin B12: Keine negativen Auswirkungen bekannt.
  • Vitamin C: Umkehrung der antioxidativen Wirkung in eine prooxidative Wirkung.
  • Vitamin D: Zu hohe Calcium-Konzentration im Blut, Übelkeit, Erbrechen, Nierensteine, Nierenversagen. Nur bei Konsum von zu hoch dosierten Nahrungsergänzungsmitteln.
  • Vitamin E: Bis zu 300 mg/Tag ohne negative Auswirkungen.
  • Vitamin K: Keine negativen Auswirkungen bekannt.
  • Beta-Carotin: Erhöht das Risiko einer Lungenkrebserkrankung bei Rauchern und ex-Rauchern.

In welchen Fällen sollten Vitaminpräparate eingenommen werden?
Personen, deren Gesundheitszustand oder Tätigkeiten zu einem Mangel führen könnten, können sich mit ihrem Apotheker darüber beraten, welche Art von Nahrungsergänzung für sie geeignet ist, und was mögliche negative Auswirkungen sein könnten. Dazu gehören:

  • Frauen mit Kinderwunsch oder solche, die bereits Schwanger sind, sowie Kinder
  • Personen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren
  • Menschen, die eine strenge kalorienarme Diät einhalten
  • Menschen, die in Gebieten mit wenig Sonne leben oder deren Haut weitgehend bedeckt ist
  • Spitzensportler oder Personen, die sich sehr intensiv körperlich betätigen
  • ältere Menschen
  • Menschen mit Krankheiten, die zu längeren Spitalaufenthalten mit verminderter Ernährung führen

Was passiert, wenn man nicht genug Vitamine hat?
Ein Vitaminmangel kann ernsthafte gesundheitliche Folgen haben.
Bekannte negative Auswirkungen bei Mängel (nicht-erschöpfende Aufzählung):

  • Vitamin A: Schlechte Nachtsicht, verminderte Sehschärfe, erhöhte Infektionsanfälligkeit.
  • Vitamin B1: Muskelschwund, Herzmuskelschwäche, Ödeme, periphere Neuropathien, Gedächtnisverlust, Verwirrungszustände.
  • Vitamin B2: Hautausschlag um die Nase, Mundwinkelrisse, Entzündung der Mundschleimhaut und der Zunge, Wachstumsstörungen, Anämie.
  • Vitamin B3: Hauterkrankungen, Durchfall, depressive Psychosen, Verwirrungszustände.
  • Vitamin B5: Müdigkeit, Gefühl von Brennen in den Füßen, Muskelschwäche, Kribbeln.
  • Vitamin B6: Entzündungen und Verletzungen der Haut und Schleimhäute im Mund- und Augenbereich, Anämie, neurologische Störungen.
  • Vitamin B8: Hautverletzungen, Haarausfall, Depressionen, neurologische Beschwerden.
  • Vitamin B9: Änderung des Blutbildes, Anämie. Erhöhtes Risiko für Frauen während der Schwangerschaft, mit möglichen Auswirkungen auf die Entwicklung des Embryos und auf das Neugeborene.
  • Vitamin B12: Anämie, Nervenschädigungen.
  • Vitamin C: Skorbut, Blutungen in Haut, Schleimhäuten, Muskeln und inneren Organen. Schlechte Wundheilung, erhöhte Anfälligkeit für bestimmte Infektionen, Schwächung.
  • Vitamin D: Muskelschwäche, Muskel- und Knochenschmerzen, Rachitis bei Kindern, Erweichung der Knochen bei Erwachsenen.
  • Vitamin E: Auswirkungen auf die Funktion von Zellmembranen, den Muskelstoffwechsel und das Nervensystem.
  • Vitamin K: Verzögerte Blutgerinnung.
  • Beta-Carotin: Veränderungen in der Nachtsicht, Erblindung, trockene Haut, erhöhte Infektionsanfälligkeit.

Kann man während der Schwangerschaft Vitamine einnehmen?
Die Mehrheit der Vitamine sind in ihrem natürlichen Zustand in einer gesunden und ausgewogenen Ernährung ausreichend vorhanden. Doch gewisse Vitaminmängel können sowohl für schwangere Frauen als auch für die Föten sehr schädlich sein. Es wird daher empfohlen, bereits mehrere Wochen vor der Schwangerschaft mit dem Einnehmen von Vitaminpräparaten (insbesondere mit Vitamin B9) zu beginnen. Es ist jedoch wichtig, dass Sie sich vorher mit Ihrem Apotheker oder Arzt beraten. So können Ihre Bedürfnisse genau identifiziert und eine mögliche Überdosierung, die zu unerwünschten Nebenwirkungen führen kann, vermieden werden.

Welche Arten von Vitaminpräparaten gibt es?
Vitaminpräparate gibt es in diversen Formen und Ausführungen, wobei die Zusammensetzung und das Spektrum der enthaltenen Vitamine jeweils sehr unterschiedlich sind. Es ist daher wichtig, dass Sie sich an Ihren Apotheker wenden, um Ihre spezifischen Bedürfnisse an Zusätzen ausfindig zu machen, um mögliche Mängel zu beheben oder ihnen vorzubeugen, und um das Risiko einer Überdosierung zu minimieren.

Enthalten Konserven auch Vitamine?
Je frischer ein Nahrungsmittel, desto höher sein Vitamingehalt. Es gibt auch Lebensmittel, die mit Vitaminen angereichert sind. Da beim Kochen je nach Temperatur und Zubereitungsart ein bestimmter Anteil der in den Lebensmitteln enthaltenen Vitamine zerstört werden kann, hängt die Menge an Vitaminen, die in Konserven erhalten werden können, stark vom Herstellungsprozess ab. Gut hergestellte Konserven können eine hohe Vitaminkonservierung aufweisen.

Was ist der Unterschied zwischen fettlöslichen und wasserlöslichen Vitaminen?
Fettlösliche Vitamine (A, Beta-Carotin, D, E, K) werden vom Körper gespeichert.
Wasserlösliche Vitamine (B1, B2, B3, B5, B6, B8, B9, B12, C) hingegen kaum, mit Ausnahme von Vitamin B12, das in der Leber gespeichert und daher nur langsam abgebaut wird.

Werden Vitamine beim Kochen zerstört?
Durch Kochen, aber auch durch Einfrieren und Trocknen von Lebensmitteln kann bis zu 60% ihres Vitamingehalts zerstört werden. Manche Vitamine sind Hitze- und Lichtbeständiger als andere. Wasserlösliche Vitamine gehen weitgehend ins Wasser über, das zum Kochen verwendet wurde. Durch Dampfgaren (wobei die Lebensmittel nicht im Wasser gekocht werden) oder das Kochen in Form von Suppen (wobei auch das zum Kochen verwendete «Wasser» konsumiert wird) lassen sich die vorhandenen Vitamine daher besser konservieren. Mit einer gesunden, vielseitigen und ausgewogenen Ernährung, die vor allem aus Frischprodukten besteht, sollte eine ausreichende Versorgung mit dem gesamten Spektrum an Vitaminen grundsätzlich gewährleistet sein.


Anmerkung:
Die oben stehenden Angaben sind nicht erschöpfend und dienen nur zu Informationszwecken. Im Zweifelsfall oder bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Abilis-Partnerapotheke oder Ihren Arzt.

Quellen:
Schweizerische Gesellschaft für Ernährung SGE
Weltgesundheitsorganisation WHO
Bundesamt für Gesundheit BAG
Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen
Spital Wallis

Die saisonale Grippe

Datum : 24/02/2020 16:02

Welches sind die Symptome der saisonalen Grippe?
Hohes Fieber (Temperatur über 38°C), Schauder, trockener Husten, Kopfschmerzen (Kopfweh), Muskel- und Gelenkschmerzen (Muskelkater), allgemeines Unwohlsein, Halsschmerzen und Nasenlaufen. Es kann vorkommen, dass ältere Menschen kein Fieber haben. Bei Kindern können auch Durchfall und Abdominalschmerzen auftreten. Einige dieser Symptome sind denen der Erkältung und des Schnupfens ähnlich, weshalb diese beiden Krankheiten manchmal verwechselt werden.

Was ist der Unterschied zwischen der Grippe und dem Schnupfen?
Grippe und Schnupfen sind zwei virale Erkrankungen, wobei die Grippe eine akute Infektion ist, die durch das Influenzavirus verursacht wird. Schnupfen ist in der Regel die Folge einer Erkältung. Die Grippesymptome treten plötzlicher auf. Sie kann ein bis zwei Wochen oder sogar länger dauern. Der Schnupfen, wenn er nicht zu anderen Komplikationen führt (Bronchitis, Sinusitis, Otitis, Pneumonie, Krupp bei Kleinkindern), dauert nur wenige Tage und führt vor allem zur Entzündung der Atemwege: Nasensekrete, Niesen, Halsschmerzen. Diese Symptome treten im Gegensatz zur Grippe schrittweise auf.

Ist die Grippe gefährlich?
Schwangere Frauen, ältere Menschen (ab 65 Jahre), Frühgeborene, Kinder von 6 Monaten bis 5 Jahre sowie Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Herz, Atemwege oder Diabetes) gelten als gefährdete Bevölkerungsgruppen, da bei ihnen eher schwere Komplikationen möglich sind, die sogar zum Tod führen können. Gesundheitsfachpersonen und Personen, die sich um ältere Menschen oder Säuglinge kümmern, müssen ihrerseits besondere Schutzmassnahmen ergreifen, um die Krankheit nicht an ihre Umgebung weiterzugeben.

Sollte man bei einer Grippe einen Arzt aufsuchen?
Es ist nicht immer notwendig, zum Arzt zu gehen. Wenn sich die Symptome jedoch verschlechtern – insbesondere wenn die Temperatur bei Erwachsenen 40°C oder bei Kindern 39°C übersteigt – oder länger als eine Woche andauern, ist es besser, sich an den Arzt zu wenden. Im Zweifelsfall kann man immer noch online den Rat eines Arztes einholen (jener Ihrer Versicherung oder einer Online-Plattform wie DrNow.ch), der Sie auf die richtigen Massnahmen hinweist. Besonders gefährdete Menschen müssen den Krankheitsverlauf aufmerksam beobachten und bei Problemen sofort einen Arzt konsultieren.

Ist die Grippe ansteckend?
Infizierte Personen sind bereits einen Tag vor dem Auftreten der Symptome ansteckend und bleiben es während drei bis fünf Tagen (bis zu zehn Tage bei Kindern). Dieser Zeitraum kann jedoch je nach Person variieren. Am Anfang der Krankheit ist das Ansteckungsrisiko am höchsten. Deshalb ist es wichtig, schon bei den ersten Symptomen zuhause zu bleiben.

Wie wird die Grippe übertragen?
Das Grippevirus wird leicht durch direkten Kontakt (Niesen, Tröpfchen, Husten oder Hände) übertragen, insbesondere in geschlossenen Räumen, aber auch durch indirekten Kontakt (Türgriffe, Touchscreens, verschiedene Gegenstände).

Wie kann das Risiko einer Grippeübertragung minimiert werden?
Es ist von entscheidender Bedeutung, dass infizierte Personen sich regelmässig mit Wasser und Seife die Hände waschen, sich beim Niesen mit der Hand oder dem Ellenbogen den Mund bedecken, zum Schnäuzen ein Papiertaschentuch verwenden und es sofort danach wegwerfen. Geschlossene Räume sollten regelmässig gelüftet und Körperkontakt mit den betroffenen Personen vermieden werden.

Wie kann ich eine Grippe behandeln?
Meistens werden die Symptome mit einem Medikament auf Basis von Paracetamol gemildert. Vermeiden Sie Aspirin, da es bei einigen Menschen zu Komplikationen führen kann. Während der gesamten Dauer der Symptome sollte man zuhause bleiben, sich warm halten, viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust durch Fieber auszugleichen und sich ausruhen. Gefährdeten Personen können antivirale Behandlungen verschrieben werden.

Muss man sich gegen die Grippe impfen lassen?
Ohne Zweifel und es ist ganz einfach: Die meisten Apotheken bieten Grippeschutzimpfungen für gesunde Menschen ab 16 Jahren an (siehe Liste der Apotheken, welche Impfungen anbieten auf www.impfapotheke.ch). Diese Impfung wird jenen Personen dringend empfohlen, die zu sogenannten Risikogruppen gehören (Schwangere zum Schutz von Mutter und Kind, Personen über 65 Jahre, Frühgeborenen ab sechs Monaten in den ersten beiden Grippe-Saisons sowie Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen: Herz, Atemwege oder Diabetes), jedoch ist eine vorherige Arztkonsultation unerlässlich. Pflegepersonal oder Personen, die mit gefährdeten Personen, Säuglingen oder Kleinkindern in Kontakt sind, müssen ebenfalls geimpft werden, da der Impfstoff die Übertragung des Grippevirus an Personen in ihrem Umfeld verhindert. Die Grippeimpfung ist die wirkungsvollste, einfachste und sicherste Weise, um eine Ansteckung im Winter zu vermeiden.

Ist die Grippeimpfung wirksam?
Die Wirksamkeit der Impfung hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie Alter, Immunkompetenz der geimpften Person und Grad der Übereinstimmung zwischen dem Grippeimpfstoff und den Viren im Umlauf. Bei älteren Menschen mit chronischen Krankheiten oder mit einem schwachen Immunsystem ist die Wirksamkeit geringer. Dennoch trägt der Impfstoff dazu bei, die Schwere der Erkrankung sowie das Risiko von Komplikationen zu verringern. Der Grippeimpfstoff wird jedes Jahr an die sich im Umlauf befindlichen Virusstämme angepasst und schützt in der Regel 6 Monate. Nach der Injektion des Impfstoffs dauert es ein bis zwei Wochen, bis der Körper die optimalen Abwehrkräfte entwickelt hat. Wenn man in diesen zwei Wochen angesteckt wird, kann man dennoch an der Grippe erkranken.

Wo und wann kann man sich gegen die Grippe impfen lassen?
In der Apotheke (Liste der Apotheken, welche Impfungen anbieten auf www.impfapotheke.ch), bei Ihrem Arzt oder in einem Impfzentrum. Idealerweise sollte die Impfung zwischen Mitte Oktober und Mitte November durchgeführt werden, damit das Immunsystem Zeit hat, seine Abwehrkräfte aufzubauen, bevor die Grippe eintrifft. Grippeviren entwickeln sich ständig weiter, und die Zusammensetzung des Impfstoffs wird zweimal jährlich angepasst: Daher wird empfohlen, sich jedes Jahr gegen die Grippe zu impfen.

Hat die Grippeimpfung Nebenwirkungen?
Reaktionen wie Fieber, Muskelschmerzen oder Unwohlsein können bei 5% bis 10% der geimpften Personen auftreten, weil ihre Abwehrkräfte stimuliert wurden. Diese Reaktion ist ungefährlich und klingt innerhalb von ein bis zwei Tagen ab. Eine Rötung, eine leichte Schwellung oder Schmerzen an der Injektionsstelle können manchmal bis zu zwei Tage anhalten. Im Allgemeinen ist das Risiko schwerer Grippekomplikationen viel höher als die Gefahr schwerwiegender Nebenwirkungen infolge der Impfung.

Anmerkung:
Die oben stehenden Angaben sind nicht erschöpfend und dienen nur zu Informationszwecken. Im Zweifelsfall oder bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Abilis-Partnerapotheke oder Ihren Arzt.

Quellen:
Bundesamt für Gesundheit BAG
Weltgesundheitsorganisation